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Meine Meinung
 Meiner Meinung nach ist es ein informatives Buch, welches das Problem schwer lesbarer Einträge in deutschen Kirchenbüchern und Personenstandsregistern anschaulich behandelt. In vier Hauptkapiteln wird das Entziffern von Handschriften - auch lateinischen und französischen - in deutschen Manuskripten mit Beispielen, Transkriptionen und Analysen dazu darstellt. Eine Auswahl von lateinischen Abkürzungen, Zahlen und Datumsangaben ergänzen die auch für Anfänger gut verständlichen Ausführungen des Autors. Im umfangreichen Anhang werden Schriftbeispiele und Vokabellisten in den drei im Buch behandelten Sprachen aufgeführt, dazu als Hilfestellung bei schwieriger Entzifferung ein rückwärts sortiertes Register mit in Kirchenbüchern und alten Dokumenten oft vorkommenden Begriffen, die in den Originaldokumenten durch Alterung möglicherweise schwer zu lesen sind. Für mich ist das Buch eine wesentliche Hilfe für das Verständnis alter Dokumente. Thema verfehlt Es handelt sich um ein amerikanisches Buch, das auf deutsch übersetzt wurde. Obwohl dabei angeblich eine Überarbeitung für die deutsche Zielgruppe stattgefunden hat, enthält es immer noch viele lexikalische und grammatikalische Hinweise, die für einen Amerikaner sicher interessant sind, wenn er kein oder kaum deutsch spricht. Für einen deutschen Muttersprachler ist es aber so selbstverständlich, daß es schon an Spam grenzt. Darunter leidet dann der wirklich spannende Teil, nämlich wie entziffere ich alte deutsche Handschriften (Sütterlin u.a.), und zwar auf Buchstaben-Ebene. Hier gäbe es sicher noch sehr viel mehr zu sagen, denn davon hat auch der durchschnittliche deutschsprachige Leser, wenn er nicht gerade Archivar o.ä. ist, kaum noch Ahnung. Alles in allem: Gut gemeint, aber in der Umsetzung noch ausbaufähig.
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